Bilanz und Ausblick: EU-Maßnahmen reichen für Trendwende nicht aus Zu zehn Produktgruppen, darunter Kühlgeräte, TV-Geräte, Haushaltsbeleuchtung und Elektromotoren, wurden bisher Ökodesignmaßnahmen verabschiedet. Die hiermit bis 2020 angestrebten Einsparungen werden jedoch nicht einmal ausreichen, um bis dahin erwarteten Verbrauchzuwächse aufzufangen. Für die im kommenden Jahr anstehenden Entscheidungen über Heizkessel und Warmwasserbereiter sowie Klimageräte und Computer müssen Kommission, Mitgliedsstaaten und EU-Parlament ihren Klimaversprechen ambitionierte Entscheidungen folgen lassen. Allein durch Ökodesignmaßnahmen für Heizkessel können 200 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 eingespart werden.
Bei einem “weiter wie bisher“ bis 2020 würde der Bestandsverbrauch der 22 Produktgruppen (für die Daten vorliegen) um 12 Prozent ansteigen und jährlich 177 Millionen Tonnen zusätzlicher CO2-Emissionen verursachen (Basisjahr 2005). Die in Kraft getretenen zehn Ökodesignmaßnahmen sollen diesen Anstieg auf 2 Prozent begrenzen. Würde die EU für alle 22 Produktgruppen ambitionierte Ökodesignmaßnahmen umsetzten, führten die Maßnahmen zu Einsparungen von 500 Millionen Tonnen CO2 bzw. 1000 Terawattstunden gegenüber dem Basistrend. Die entspräche einer absoluten Einsparung von 17 Prozent gegenüber dem Niveau von 2005 (310 Millionen Tonnen). Der BUND fordert die EU-Komission und die Bundesregierung auf, mit der Ökodesign-Richtlinie einen europäischen Top-Runner-Ansatz umzusetzen. Hierbei sollten die derzeit besten Produkte am Markt den Maßstab für Mindeststandard für die kommenden Jahre bilden. Zurück zum Ökodesign-Portal...
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