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Kühlgerätehersteller für jährlich zusätzliche 
5,9 Millionen Tonnen Klimagase verantwortlich PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: DUH Presse   
Donnerstag, 17. Dezember 2009 10:32

Pressemitteilung

Kühlgerätehersteller für jährlich zusätzliche 
5,9 Millionen Tonnen Klimagase verantwortlich

Klimaschädliche FCKW werden nicht ordnungsgemäß aus alten Kühlschränken entnommen – Nur 35 Prozent statt der gesetzlich vorgeschriebenen 90 Prozent der Klimaemissionen werden vermieden – Ergebnis: Zusätzlich jährliche Emissionen von 5,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten in Deutschland – DUH veröffentlicht die individuelle Verantwortung der Geschäftsführer der fünf größten deutschen Kühlgerätehersteller – Bosch-Siemens, Elektrolux, Whirlpool, Miele und Liebherr entziehen sich ihrer Produktverantwortung für die Entsorgung von Kühlgeräten – DUH kritisiert Nachhaltigkeitsengagement der Kühlgerätehersteller als „verlogen“

Berlin, 16. Dezember 2009: Nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) entweichen in Deutschland jährlich Klimaemissionen in Höhe von 5,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten durch ein nicht stattfindendes bzw. schlechtes Recycling von Haushaltskühlgeräten. Grundlage für die Berechnungen sind Angaben der Bundesländer. Hauptgrund für den Klimakiller Kühlschrank sind Emissionen von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), die bei der Entsorgung von ausgedienten FCKW-haltigen Kühlgeräten nicht ordnungsgemäß zurückgewonnen werden. Laut dem Elektroaltgerätegesetz sind die Hersteller für die Verwertung der Kühlschränke verantwortlich – und zwar je nach ihrem Marktanteil. „Während die Staatschefs in Kopenhagen über die Eindämmung des Klimawandels verhandeln und sich die deutsche Industrie als nachhaltig feiert, ruinieren die Kühlschrankhersteller in Deutschland das Klima“, kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

Geschäftsführer sind unternehmenspolitisch dafür verantwortlich, was in ihrem Unternehmen und in der Verantwortlichkeit ihres Unternehmens geschieht. Die DUH macht entsprechend die Geschäftsführer und Unternehmensleiter der Kühlgerätehersteller persönlich verantwortlich für die bei der Kühlgeräteentsorgung entstandenen Klimaemissionen. Von der DUH auf Basis von Brancheninformationen geschätzten Marktanteilen bei Kühlgeräten gehen entsprechend jährlich rund 1,47 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente direkt auf das Konto von Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet, Geschäftsführer des Marktführers BSH Bosch und Siemens Haushaltgeräte GmbH (ca. 25 Prozent Marktanteil). Klaus Wührl, Geschäftsführer der Electrolux Hausgeräte Vertriebs GmbH (ca. 20 Prozent), ist entsprechend für 1,17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten verantwortlich. Werner Devinck, Geschäftsführer der Bauknecht Hausgeräte GmbH (knapp 15 Prozent), kommt auf 760.000 Tonnen CO2-Äquivalente, Dr. Markus Miele und Dr. Reinhard Zinkann, Geschäftsführer der Miele & Cie. KG (ca. 10 Prozent), sind für 590.000 Tonnen CO2-Äquivalente verantwortlich und Isolde und Willi Liebherr, Unternehmensleiter der Liebherr-International Deutschland GmbH (ca. 7 Prozent), sind für 410.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr verantwortlich.

„Die Deutsche Umwelthilfe hat im Herbst erfolglos die Geschäftsführer der Kühlgerätehersteller zu einem Gespräch über diesen klimapolitischen Skandal eingeladen, was jedoch von allen auf dieser Ebene verweigert wurde. Während beispielsweise in Österreich 90 Prozent der klimarelevanten F-Gase entnommen werden, sparen sich die deutschen Hersteller hierzulande den Klimaschutz und belasten dadurch unsere Umwelt jährlich fast mit dem doppelten, was das Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung an Einsparungspotential erbringt“, sagte Resch. Die DUH fordert Bundesumweltminister Norbert Röttgen sowie die für den Nicht-Vollzug des ElektroG zuständigen Bundesländer auf, endlich tätig zu werden und ein Kontrollsystem nach österreichischem Beispiel einzuführen.

Die unterschiedlichen Treibhausgase FCKW wurden 1995 als Kältemittel für den Einsatz in Kühlschränken verboten. Aufgrund der langen Nutzungsdauer von Kühlschränken enthalten vier von fünf Kühlgeräten, die in Deutschland entsorgt werden, immer noch ozon- und klimaschädliche FCKW.

Von den jährlich rund 3,2 Millionen ausrangierten FCKW-haltigen Kühlgeräten in Deutschland gelangen rund 1,1 Millionen nie in die umweltgerechte Verwertung in Recyclingbetrieben. Der genaue Verbleib dieser Geräte ist unklar. Nach den Erfahrungen der DUH liegt die Vermutung nahe, dass ein Großteil davon illegal nach Afrika und Richtung Osteuropa exportiert und entweder sofort oder zeitverzögert ausgeschlachtet werden. Im Ergebnis bedeutet dies, dass das in diesen Geräten enthaltene FCKW im Kühlkreislauf und in der Geräteisolierung nicht abgesogen und umweltgerecht vernichtet wird. Die FCKW der verschwundenen Kühlschränke und Gefriertruhen entspricht 2,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten.

Rund 2,1 Millionen FCKW-haltige Kühlgeräte schaffen es in die Recyclinganlagen – drei Viertel ohne Beschädigungen des Kältekreislaufes. Dort ziehen die Verwerter im Durchschnitt aber nur 58 Prozent der FCKW aus dem Kältekreislauf und der Isolierung. Von den erfassten und in den Recyclinganlagen behandelten Kühlgeräten entweichen so weitere drei Millionen Tonnen CO2-Äquivalente in die Atmosphäre.

Insgesamt gewinnen die Entsorger aus alten Kühlgeräten jährlich nur FCKW entsprechend 3,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zurück. Das gesamte Klimapotenzial der jährlich in Deutschland zur Entsorgung anfallenden Kühlgeräte beträgt aber neun Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Das bedeutet – gerechnet in vermiedenen CO2-Emissionen – eine Rückgewinnungsquote von 35 Prozent. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine FCKW-Rückgewinnung von mindestens 90 Prozent. Verantwortlich für die ordnungsgemäße Entsorgung der Kühlgeräte sind laut Elektrogesetz die Hersteller.

„Die Hersteller scheinen sehenden Auges den niedrigen Entsorgungsstandard für Kühlgeräte zu akzeptieren“, sagte Maria Elander, Leiterin des Bereichs Kreislaufwirtschaft der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) zu den jüngsten Erhebungen in der FCKW-Entsorgung. „Die miserable Entsorgungsquote des Klimakillers FCKW aus Kühlschränken steht im diametralen Gegensatz zu den Verpflichtungen der Hersteller und zu ihren PR-Aktivitäten und Nachhaltigkeitsberichten, in denen sich die Unternehmen durchweg als umweltbewusst darstellen.“ Elander sieht ein „grundsätzliches Glaubwürdigkeitsproblem der Hersteller“ und fordert die Kühlgerätehersteller zu einem „lückenlosen Mengenstromnachweis“ der FCKW bei der Kühlgeräteentsorgung auf.

In ihren Nachhaltigkeitsberichten brüsten sich die Hersteller mit dem Umweltengagement ihrer Firmen. Marktführer BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH wirbt damit, 2008 als „Deutschlands nachhaltigstes Unternehmen“ ausgezeichnet worden zu sein. Zitat aus dem BSH-Nachhaltigkeitsbericht: „Besonders beeindrucken konnten wir die Jury durch die Kontinuität, mit der wir umweltbewusstes und verantwortungsvolles Handeln weltweit und über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg umsetzen.“ Die Liebherr Hausgeräte Ochsenhausen GmbH „fühlt sich traditionell der Umwelt verpflichtet“, schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage. Und weiter heißt es: „Umweltschutz ist deshalb eine zentrale Aufgabe der Unternehmensführung.“ Die Firma Miele & Cie. KG leistet sich ebenfalls einen Nachhaltigkeitsbericht, in dem sie 2008 die Entsorgung alter Kühlgeräte sogar besonders hervorhebt, ohne jedoch die eigenen Entsorgungsmengen des Treibhausgases FCKW zu nennen. Zitat: „Besonders wichtig ist die Verwertung ausgedienter Kühl- und Gefriergeräte. Mindestens 90% des in älteren Kältegeräten noch vorhandenen FCKW soll zurückgewonnen und umweltverträglich beseitigt werden. Hierfür hat Miele seinen Entsorgungspartnern Behandlungs- und Verwertungsziele vorgegeben. In Zukunft setzt Miele weiterhin verstärkt auf Recycling, bevor alternative Verwertungsverfahren zum Einsatz kommen.“

 

Für Rückfragen:

Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer, Deutsche Umwelthilfe e.V., Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Mobil.: 0171 3649170, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Maria Elander, Leiterin Kreislaufwirtschaft, DUH, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: 030 2400867-41, Fax: 030 2400867-19, 
Mobil: 0160 5337376,   Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Ulrike Fokken, Sprecherin Politik & Presse, DUH, Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: 030 2400867-86,  0151 55017009, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


 

 
Energieeffiziente IKT für Mittelstand, Verwaltung und Wohnen - IT2Green PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BMWi   
Donnerstag, 10. Dezember 2009 18:32

Energieeffiziente IKT für Mittelstand, Verwaltung und Wohnen - IT2Green

Ein Förderwettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) will mit dem Wettbewerb ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE-Aktivitäten) zur beschleunigten Entwicklung und breitenwirksamen Nutzung energie-, umwelteffizienter und innovativer Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen sowie Dienste für Mittelstand, Verwaltung und Wohnen fördern. Die FuE-Aktivitäten  sollen im Rahmen von Modellprojekten für Wirtschaft, Verwaltung und Wohnkomplexen zu Systemlösungen führen.
Fördergegenstand sind FuE-Projekte, die in anwenderspezifische Innovationscluster eingebettet sind. Im Zentrum stehen die Entwicklung und Erprobung von Systemansätzen, die es ermöglichen, typische IKT-Anwendungen (Technik, Organisation, Geschäftsmodelle und Dienste) so zu strukturieren, dass dadurch die Energieeffizienz der IKT steigt. Im Mittelpunkt stehen neben der Entwicklung entsprechender IKT-Infrastrukturen und Dienste die Erforschung und Gestaltung entsprechender Methoden und Tools, die den Energiebedarf der IKT-Nutzung reduzieren können. Deren Wirksamkeit sollte durch praxisnahe Erprobung nachgewiesen werden.

Mehr: http://www.it2green.de/


 

 
Bundesumweltministerium fördert Hybridbusse mit 20 Millionen Euro PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BMU-Pressereferat   
Donnerstag, 10. Dezember 2009 14:22

Verkehr/Klimaschutz

Bundesumweltministerium fördert Hybridbusse mit 20 Millionen Euro

Förderrichtlinie für Markteinführungsprogramm tritt in Kraft

Das Bundesumweltministerium fördert mit Mitteln des zweiten Konjunktur¬paketes die Beschaffung von effizienten Hybridbussen für den öffentlichen Personennahverkehr. Für diese Unterstützung der Markteinführung von Hybridbussen sind 20 Millionen Euro vorgesehen. Verkehrsbetriebe, die bis Ende nächsten Jahres mindestens zehn Hybridbusse bestellen wollen, können ab sofort einen Förderantrag stellen.

Gerade Nahverkehrsbusse eignen sich für die Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor. Denn durch den ausgeprägten Stop-and-go-Betrieb kann ein wesentlicher Anteil der überschüssigen Bremsenergie zurück gewonnen und für den elektrischen Betrieb zur Verfügung gestellt werden. Dies und weitere Verbesserungen erlauben eine Steigerung der Effizienz um mehr als 20 Prozent. Neben der CO2-Einsparung sinkt auch die Belastung durch Luftschadstoffe und Lärm deutlich. Dies gilt gerade dann, wenn einzelne Streckenabschnitte rein elektrisch zurück gelegt werden.

Die für das Programm geltende „Richtlinie zur Förderung der Anschaffung von Hybridbussen im öffentlichen Nahverkehr“ tritt nun mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger offiziell in Kraft. Gefördert werden kann die Beschaffung von Hybridbussen, die die festgelegten Förderkriterien erfüllen. So werden neben einer Effizienzverbesserung von 20 Prozent gegenüber einem vergleichbaren Dieselmodell auch die Einhaltung anspruchsvoller Luftschadstoff- und Lärmvorgaben gefordert.

Interessierte Unternehmen können das Antragsformular von den Internet-Seiten des Bun-desumweltministeriums (www.bmu.de/verkehr) sowie des Projektträgers (www.pt-elektromobilitaet.de/projekte/Hybridbusse) herunterladen. Dort sind auch die Förderrichtlinie und ausführliche Informationen zum Förderprojekt sowie zu dem Antrags- und Auswahlverfahren verfügbar.

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Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin
Redaktion: Dr. Christiane Schwarte (verantwortlich)
Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer
Tel.: 03018-305-2010. Fax: 03018-305-2016
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. - Internet: _http://www.bmu.de/presse_


 

 
Europäische Einigung bei Gebäudeeffizienz und Verbrauchskennzeichnung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: BMU-Pressereferat   
Donnerstag, 19. November 2009 17:17

Klimaschutz/Energieeffizienz

Europäische Einigung bei Gebäudeeffizienz und Verbrauchskennzeichnung

Röttgen: Gutes Signal für Kopenhagen

Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat begrüßt, dass sich das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf wesentliche Verbesserungen im Gebäudebereich und bei der Kennzeichnung von energieverbrauchenden Produkten geeinigt haben. „Beim Umbau Europas zu einer klimafreundlichen und verbrauchernahen Wirtschaft setzt Europa auf klare Rahmenbedingungen und informierte Bürger. Europa bekräftigt damit erneut seine klimapolitische Vorreiterrolle – und das ist ein gutes Signal für Kopenhagen“, sagte Röttgen.

Energieeffiziente Gebäude gehören zu den zentralen Säulen des Klimaschutzes. Denn auf den Gebäudesektor entfallen in Deutschland 40 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs und ein Drittel der CO2-Emissionen. Die neue Europäische Gebäuderichtlinie setzt in diesem Bereich neue, anspruchsvolle Standards. So dürfen beispielsweise ab dem Jahr 2020 dürfen neue Gebäude praktisch keine Energiezufuhr mehr benötigen. Modernisierungsempfehlungen für bestehende Gebäude gehören künftig in den Energieausweis. Immobilienanzeigen müssen zudem künftig Energiekennwerte enthalten. „Zum ersten Mal gibt Europa ein strategisches Ziel für den Energieverbrauch von Gebäuden vor. Damit wird der Wettbewerb bei der Entwicklung effizienter Bauprodukte und Anlagentechnik erst richtig in Gang kommen und das unterstützt wiederum auch die energetische Sanierung im Gebäudebestand“, sagte Röttgen. Der Bundesumweltminister sieht Deutschland als Weltmarktführer auch bei Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energie!

n bestens aufgestellt. „Die neue Europäische Gebäuderichtlinie wird gleichzeitig positive Impulse für den deutschen Arbeitsmarkt und Wirtschaftswachstum bewirken. Gleichzeitig senkt sie die Energiekosten bei den Verbrauchern“, betonte Röttgen.

Für mehr Transparenz und mehr Energieeffizienz sorgt auch die Überarbeitung der Energieverbrauchskennzeichnung. Mit der Einführung einer neuen Effizienzklasse A+++ werden besonders energieeffiziente Produkte jetzt deutlich herausgehoben. Unter bestimmten Voraussetzungen muss die Effizienzklasse künftig auch in der Werbung angegeben werden. „Die neuen europäischen Regeln zur Verbrauchskennzeichnung schaffen vor allem einen besseren Marktüberblick. Verbraucherinnen und Verbrauchern werden besser informiert und können sich zukünftig gezielt für sparsame und effiziente Produkte entscheiden“, so Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

 

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Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderstraße 3, 10178 Berlin

Redaktion: Dr. Christiane Schwarte (verantwortlich)

Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer

Tel.: 03018-305-2010. Fax: 03018-305-2016

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Zu Hause die Nase vorn, in Europa den Fuß auf der Bremse PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: DNR EU-Koordination   
Montag, 16. November 2009 13:51

Deutscher Naturschutzring (DNR)

Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände

Pressemitteilung 29/2009


Berlin, 16. November 2009

Zu Hause die Nase vorn, in Europa den Fuß auf der Bremse

Die Bundesregierung darf Energieeffizienz von Gebäuden nicht länger blockieren

Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hat heute in Berlin die Bundesregierung aufgefordert, die Energie- und Geldverschwendung bei Gebäuden zu stoppen und sich in Brüssel für eine Verbesserung der Energieeffizienz alter Gebäude einzusetzen. EU-Ministerrat, Parlament und Kommission beabsichtigen, die EU-Gebäuderichtlinie morgen, am 17. November, unter Dach und Fach zu bringen.

Bisher lehnt die Bundesregierung zentrale Maßnahmen ab, die die Sanierung von ineffizienten Gebäuden voranbringen könnten. Sie will keine Ziele für den Ausbau von Niedrig- und Nullenergiehäusern im Gebäudebestand, keine finanziellen Anreize und auch keine verbindliche Vorreiterrolle für den öffentlichen Sektor.

"Die Bundesregierung hat eigentlich keinen Grund, in der EU auf die Bremse zu treten, schließlich liegt Deutschland bei der Energieeffizienz von Gebäuden im europäischen Vergleich vorn", betonte Hubert Weinzierl, Präsident des Deutschen Naturschutzrings.

Die deutsche Wirtschaft würde als Marktführer bei grünen Technologien von mehr Energieeffizienz in den Nachbarländern besonders profitieren. Außerdem könnten die Abhängigkeit von fossilen Energien reduziert und die Energiekosten für Verbraucher gesenkt werden.

Wenn die EU bei der Energieeffizienz von alten Gebäuden keine Fortschritte macht, wird sie ihre Klimaziele kaum schaffen. Denn Gebäude sind in Europa für mehr als ein Drittel des CO2-Ausstoßes verantwortlich. "Effizienz ist der günstigste Weg, die Klimaziele zu erreichen. Wer hier nicht handelt, kann nur den teuren Weg gehen wollen", warnte Hubert Weinzierl.

Die schwedische EU-Ratspräsidentschaft plant, noch vor den Klimaverhandlungen in Kopenhagen einen Kompromiss zur EU-Richtlinie zu erzielen. EU-Abgeordnete bezweifeln allerdings, dass eine Einigung zum letzten Verhandlungstermin am 17. November machbar ist.

 

Kontakt:

Stefanie Langkamp und Maike Vygen, DNR, EU-Koordinationsstelle

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. , Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Telefon: (030) 6781775-79, -86

 

Weitere Informationen:


Hintergrundpapier zur EU-Gebäuderichtlinie

http://www.eu-koordination.de/PDF/2009-10-12_Hintergrund-Gebaeude.pdf


Factsheet zur EU-Gebäuderichtlinie

http://www.eu-koordination.de/PDF/2009-06_Gebaeuderichtlinie


Pressemitteilung vom 04.11.2009: Deutschland blockiert wichtigstes Klimagesetz

http://www.dnr.de/presse/presseinfo.php?id=492

 

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Deutscher Naturschutzring (DNR) e.V.

EU-Koordination

Marienstr. 19-20

10117 Berlin

Tel. 030 / 678177570

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

www.eu-koordination.de

www.dnr.de


 
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